Keine Macht den Drogen!

Die CDU stellt in der Ratssitzung am kommenden Mittwoch einen Antrag, den Konsum von Cannabis auf öffentlichen Großveranstaltungen in der Stadt wie dem Send, dem Stadtfest „Münster mittendrin“ und dem Wochenmarkt auf dem Domplatz zu verbieten. Ziel ist der Schutz von Kindern und Jugendlichen.

Die Internationale Fraktion Die PARTEI/ÖDP erkennt den besonderen Schutzbedarf Minderjähriger. Die CDU geht uns dabei jedoch nicht weit genug.

„Kinder und Jugendliche sind im öffentlichen Raum weit mehr Gefahren ausgesetzt als nur dampfendem Brokkoli“

Lars Nowak, Fraktionssprecher

Tabakrauch in der Umgebungsluft beispielsweise ist nachweislich noch schädlicher als der aktiv von rauchenden Personen eingeatmete Tabakrauch. Auch das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit normalisiert den Konsum von Rauschmitteln und führt so die nächste Generation an Drogen heran.

Die EU hat beschlossen bis 2040 rauchfrei zu sein und erkennt auch Alkohol als einen der größten Risikofaktoren für Krebserkrankungen an. Daher sollten wir Minderjährige weit von Rauschmitteln jeder Art fernhalten.

Die Internationale Fraktion Die PARTEI/ÖDP stellt in der Ratssitzung am kommenden Mittwoch einen Antrag, den Konsum und Verkauf von Alkohol, Tabakwaren und anderen Rauschmitteln auf öffentlichen Veranstaltungen in der Stadt wie dem Send, dem Stadtfest „Münster mittendrin“ und dem Wochenmarkt auf dem Domplatz zu verbieten.

https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/vo0050.php?__kvonr=2004054078

Erfolg der Resolution „Gegen Rechtsextremismus und Faschismus – Nie wieder ist jetzt“

Im Vordergrund: Der Tisch des AfD-Vertreters im Rat während der Ratssitzung. Im Hintergrund: Die drei Ratsherren unserer Frakion.

Internationale Fraktion Die PARTEI/ ÖDP plädiert für weitere Handlungen gegen Rechtsradikalismus

Eine Resolution („Gegen Rechtsextremismus und Faschismus – Nie wieder ist jetzt“) gegen faschistoide, menschenverachtende und diskriminierende Politik, der vom Rat in seiner gestrigen Sitzung bis auf eine Stimme zugestimmt wurde, zeigte unmittelbare Wirkung: der Vertreter der rechtsradikalen AfD verließ die Sitzung frühzeitig, empört über die deutliche Positionierung des Rates.

„Die jüngsten Demonstrationen in den vergangenen Wochen sind ein starkes Zeichen der Solidarität und des Widerstands gegen rechte Ideologien, Rassismus und jede Form von Diskriminierung. Sie sind aber auch ein Aufruf zum Handeln, insbesondere an die Politik, die die Chance hat, Veränderungen herbeizuführen“, so Ratsherr Dr. Georgios Tsakalidis.

„Es hilft niemandem, mit Parteifahnen auf Demonstrationen zu stehen und dann nicht auch entsprechend zu handeln.“

Dr. Georgios Tsakalidis, Ratsherr

Eine klare Positionierung gegen faschistische Weltanschauungen ist ein Schritt in die richtige Richtung, jedoch ist sie nur das absolute Minimum dessen, was getan werden muss. Sie muss auch ein Versprechen sein, konkrete Maßnahmen zu ergreifen und in jeder Entscheidung antidiskriminierend zu handeln. Die demokratischen Fraktionen müssen zusammenstehen und nicht auf dem Rücken derjenigen politisch streiten, oder sich gar profilieren, die bereits unter erschwerten Bedingungen leben. Egal ob Geflüchtete, Migrant*innen oder Menschen mit Migrationsvorgeschichte, sie verdienen unsere uneingeschränkte Unterstützung und Solidarität.

https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/vo0050.php?__kvonr=2004053652

Realsatire beim Thema Glasverbot

Ein Foto von Babette Lichtenstein van Lengerichs Sitzplatz im Rat nach Ende der Sitzung. Ihren Müll, Papiertüten, Unterlagen, Tasse, Glas und Glasflasche, hat sie liegen lassen.

„Die jungen Leute müssen lernen, dass man seinen Müll nicht einfach liegenlässt!“ ~ Babette Lichtenstein van Lengerich, cDU

Im Rat sprach sich die cDU-Ratsfrau heute für ein generelles Glasverbot am Aasee aus. Sie ist der Ansicht, dass die Jugendlichen, die dort feiern, offenbar keinerlei Anstand haben und man das Müllproblem nur durch ein Verbot lösen könne.

Unser Ratsherr Lars Nowak zeigt sich überrascht, ist es doch die cDU, die den Begriff „Verbotspartei“ gerne als Beleidigung für ihre Gegenspielenden benutzt. Er ist nach dieser Ansage von Frau van Lengerich außerdem gespannt, wie sich die cDU nächste Woche zum Karnevalsmüll verhalten wird.

#Realsatire #Verbotspartei #Aasee #Karneval #Rosenmontag

Zwischen Beschämung und Dankbarkeit

Bilder der verschmutzten Unterkunft. Oberbürgermeister Markus Lewe mit Putzeimer und Wischmopp.

Münsters Fassade bröckelt. Weltoffenheit, Vielfalt und kein Platz für Diskriminierung und Rassismus, so möchte die Stadt gerne gesehen werden. Seit Tagen sieht man Oberbürgermeister Lewe in der Presse und den Sozialen Medien mit Ukraine-Flagge auf Friedenskundgebungen, beim Anzünden von Teelichtern vorm Rathaus oder mit einer weiteren pathetischen Sonntagsrede. Alles sei vorbereitet, hieß es schon zu Beginn der letzten Woche von der Stadtverwaltung, gut 500 Menschen könne die Stadt jederzeit aufnehmen. Spätestens nach dem vergangenen Wochenende ist klar: Die Realität sieht anders aus.

Eine Verwaltungsspitze, die Tage lang behauptet, auf die Aufnahme einer großen Zahl von Flüchtlingen vorbereitet zu sein, sich selbstbeweihräuchernd in den Medien präsentiert und dann statt Einsicht zu zeigen die ehrenamtlichen Helfer:innen aus dem Umfeld des Integrationsrates in die Kritik nimmt, arbeitet aktiv gegen das Engagement der Zivilbevölkerung, von dem die Stadt lebt.

„Wir brauchen eine Verwaltung, die die Zivilgesellschaft mit einbindet und nicht als Feind betrachtet.“

Georgios Tsakalidis, Ratsherr

Wir, die Internationale Fraktion Die PARTEI/ÖDP, bedanken uns bei allen Helfer:innen, die nicht nur am Wochenende vollen Einsatz gezeigt haben, warmes Essen und Geschirr organisiert, sich um Putzmittel und Schlafsäcke gekümmert und wichtige Übersetzungstätigkeiten vor Ort geleistet haben. Maria Salinas, der Vorsitzenden des Integrationsrates, danken wir für ihre Willensstärke, ihr Engagement und ihren Mut, für die Geflüchteten und Helfer:innen einzustehen und die Missstände nicht unausgesprochen zu lassen. Münster hat seine Offenheit diesem Engagement der Bevölkerung zu verdanken und nicht einem Oberbürgermeister und einer Verwaltungsspitze, die diese Leistung nicht anerkennen können.

Den Gasometer als Kulturraum beibehalten

Bild vom Gasometer

Seit März 2021 nutzt der Sozialpalast e.V. die Räumlichkeiten des Gasometers für ein vielfältiges, inklusives und niederschwelliges Kulturangebot. Nun wird am 09.02.2022 im Rat über die Beschlussvorlage zur weiteren Nutzung des Gasometers entschieden. Die neue Verwaltungsvorlage sieht einen Bebauungsplan vor, der zukünftig über die Flächennutzung entscheiden soll.
Parallel soll der Sozialpalast weiterhin die Möglichkeit bekommen sein Nutzungskonzept Project- und Finanztechnisch weiter zu konkretisieren, sodass sich die politisch zuständigen Gremien nach dem Ende des langwierigen Prozesses alle Optionen auch bezüglich des Sozialpalastes offenhalten und entscheiden können.

Die Internationale Fraktion Die PARTEI/ÖDP hat bereits im Dezember deutlich gemacht, dass der Sozialpalast einen wichtigen Beitrag zur Kulturförderung in der Stadt Münster leistet. Deshalb werden wir uns weiterhin für die Initiative einsetzen.

https://www.stadt-muenster.de/sessionnet/sessionnetbi/vo0050.php?__kvonr=2004051069